Gegenüber massiven Gleit- oder Kugellagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff imprägniert und verbessert zusätzliches Oel-reservoir die Lagereigenschaften.
Sobald sich die Welle im Lager dreht, entstehen Druckdifferenzen, die den Schmierstoff in Bewegung setzen. Dabei baut sich zum engsten Lagerspalt hin ein Schmierkeil auf, der bei steigender Drehzahl einen hydrodynamischen Zustand herbeiführt: Welle und Lager berühren sich nicht mehr. Dieser Vorgang ist bei allen Gleitlagern gleich. |
Beim Sinterlager wird jedoch im Bereich des engsten Lagerspalts, wo der grösste Oeldruck herrscht, Schmierstoff in die Poren gedrückt. In den Bereichen mit niedrigerem Oeldruck fliesst dagegen Oel aus den Poren in den Lagerspalt. So bildet sich der Schmierfilm besonders schnell aus. Messungen haben ergeben, dass bei Sinterlagern schon etwa 0.02s nach dem Anlauf der Oelfilm vorhanden war, gegenüber 0.1s bei Massivlagern.
Damit Sinterlager ihre Vorzüge ausspielen können, müssen die Elemente sorgfältig aufeinander abgestimmt und gefertigt sein. |